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SEOVeröffentlicht am 15. Februar 2026Aktualisiert am 10. September 20263 Min Lesezeit

AXO: Agent Experience Optimization

KI-Agenten rufen Websites im Auftrag von Nutzern auf. Was AXO bedeutet, was Agenten brauchen und wo sich AXO mit SEO überschneidet.

Von Michael Schuster

Ein ausgestreckter Zeigefinger berührt die Fingerspitzen einer weißen Roboterhand

Was ist AXO?

Agent Experience Optimization, kurz AXO, beschreibt die Arbeit daran, dass Websites für KI-Agenten zugänglich und verständlich sind. Gemeint sind Systeme, die im Auftrag eines Menschen Seiten aufrufen, Informationen zusammentragen und teilweise auch Aufgaben erledigen: ein Formular ausfüllen, Preise vergleichen, einen Termin vorbereiten. Beispiele sind der Agentenmodus von ChatGPT oder KI-Browser wie Perplexity Comet.

Der Begriff ist jung und nicht fest definiert. Er baut auf dem Gedanken der „Agent Experience“ auf: Neben der Erfahrung menschlicher Besucher zählt, wie gut Software-Agenten mit einer Website umgehen können.

Wie Agenten eine Website lesen

Ein Mensch erfasst eine Seite visuell, scrollt und klickt sich durch. Ein Agent arbeitet mit dem, was er technisch zu fassen bekommt: dem HTML beziehungsweise DOM, der Accessibility-Struktur oder einem Screenshot der gerenderten Seite. Viele Agenten kombinieren diese Wege.

Daraus folgen ein paar praktische Punkte:

  • Informationen gehören in den Text. Preise, Leistungen oder Öffnungszeiten, die nur in Bildern stehen oder erst nach mehreren Klicks auftauchen, sind für Agenten schwer zu erfassen.
  • Saubere Semantik hilft doppelt. Echte Buttons, beschriftete Formularfelder und eine logische Überschriftenstruktur machen eine Seite barrierearm und für Agenten besser bedienbar.
  • Klare Formate lassen sich leichter auslesen. Tabellen für Vergleiche, Listen für Aufzählungen und eindeutige Überschriften statt kreativer Wortspiele.
  • Abläufe sollten ohne Umwege funktionieren. Formulare und Buchungsstrecken ohne versteckte Zwischenschritte kann auch ein Agent durchlaufen.

Die vier Bausteine von AXO

Struktur: eine klare Informationsarchitektur. Was steht wo, und wie hängen die Seiten zusammen?

Semantik: semantisches HTML und Schema.org-Markup dort, wo es den Inhalt korrekt beschreibt, etwa Organization, Service oder Product. Markup ersetzt keine klaren Inhalte, es ergänzt sie.

Antwortformate: Fakten so aufbereiten, dass sie sich eindeutig auslesen lassen. Definitionen, Tabellen oder Frage-Antwort-Abschnitte, wenn sie auch dem menschlichen Leser helfen.

Zugang: robots.txt, Bot-Schutz und Firewall so einstellen, dass legitime Agenten nicht versehentlich ausgesperrt werden. Welche Crawler zugelassen werden, bleibt dabei eine bewusste Entscheidung. llms.txt ist ein freiwilliger Vorschlag für eine Übersichtsdatei, den einzelne Dienste nutzen können. Für die Google-Suche braucht es sie laut Google nicht.

AXO, GEO, AEO und SEO

Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Blickwinkel auf dieselbe Grundlage:

  • SEO: Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
  • GEO: Sichtbarkeit in generierten Antworten, etwa in ChatGPT, Perplexity oder AI Overviews.
  • AEO: Inhalte, die konkrete Fragen direkt beantworten.
  • AXO: Zugänglichkeit für Agenten, die im Auftrag von Nutzern recherchieren und handeln.

Die Überschneidung ist groß. Gute Informationsarchitektur, technische Zugänglichkeit und klare Inhalte helfen in allen vier Fällen. Deshalb behandeln wir AXO als Teil der SEO-Arbeit und nicht als eigene Disziplin.

Womit du anfängst

  1. Agenten-Test: Gib einem Agenten eine typische Kundenaufgabe, zum Beispiel „Finde heraus, was die Leistung kostet und wie ich einen Termin bekomme“, und beobachte, wo er hängen bleibt.
  2. Barrierefreiheit prüfen: Ein Accessibility-Check mit Lighthouse oder axe zeigt viele Probleme, die auch Agenten ausbremsen.
  3. Strukturierte Daten prüfen: Mit dem Rich-Results-Test von Google oder dem Schema Markup Validator kontrollieren, ob das Markup korrekt ist.
  4. Zugriffsregeln prüfen: robots.txt und Bot-Schutz auf ungewollte Sperren kontrollieren.

Weiterlesen

  • Was ist AIO?: die Begriffe AIO, GEO, AEO und AXO eingeordnet
  • AIO und GEO vs. SEO: was gleich bleibt und was sich unterscheidet
  • AXO: wie wir Websites für Agenten zugänglich machen

Nächster Schritt

Wo liegt dein nächster wirtschaftlicher Hebel?

Im ersten Gespräch schauen wir uns an, wo die Strecke heute reißt: bei der Nachfrage, an der Landingpage oder erst in der Bearbeitung. Danach weißt du, was sich zuerst lohnt.